Ergebnisse der Delegiertenversammlung in Viu / Italien von 11.11.-13.11.2017


Nachfolgend gebe ich ein Einblick in die durchgeführte Versammlung. Die beschlossenen Punkte werde ich in ihrer Relevanz auf die Fahrer stichpunktartig behandeln.


Einschätzung  der EM in Belgien

Deckungsgleich mit der Einschätzung der deutschen Fahrer waren auch die Einschätzungen der anderen Nationen.

Für schlechte Wetterverhältnisse kann kein Veranstalter verantwortlich gemacht werden, aber das Areal des Camping und Fahrerlager war etwas unglücklich gewählt.

Im Bezug der Streckensicherungen gab es einige Mängel, welche auch ein erhebliches Gefahrenpotential für Fahrer und Zuschauer gleichermaßen darstellt.

Es gab bei dieser EM mehr Proteste im Vergleich zu anderen Veranstaltungen, provoziert aber auch durch die mangelhafte Durchsetzung der Regularien sowie einer mangelhaften Durchführung.

Auf diese Vorkommnisse wurde im Verlauf der nachfolgenden Versammlung über die Beschlüsse für zukünftige Veranstaltungen Einfluss genommen.


Da die Beschlussanträge mit 42 Punkten sehr umfangreich war, wurden diese durch eine eigenen Vorbereitung der Delegierten sehr schnell abgehandelt.

Hier nachfolgend die Auszüge daraus:


  1. Zeitfenster der technischen Kontrolle wird aufgrund der Einschränkung der aktiven Delegierten verkürzt. Die Abnahme erfolgt in Zukunft am Freitag von 10.00-12.00 und von 13.30-16.30.
  2. Aufgrund der Erfahrungen in Belgien sind die Absperrungen aus den Kunststoffteilen im Bereich der Verbindungen mit Kunststoffband zu sichern. Damit wird ein ungewolltes Öffnen der Sicherung bei einem Crash verhindert.
  3. Die Streckensicherungsmaßnahmen sind vom Veranstalter graphisch vorzulegen und es wird sektional eine Darstellung der Situation, der Materialien sowie der Posten erstellt. Diese Unterlagen sind für den Veranstalter die Kalkulationsgrundlage sowie für die Abnahme der Strecke bindent. Die Streckenkontrolle wird Freitags zwischen 8.00-9.45 durch die Offiziellen durchgeführt.
  4. Die Mindestteilnehmerzahl zur Austragung einer Klasse wurde auf 5 Teilnehmer beschränkt. Für Klassen, in denen die Teilnehmer nicht erreicht wird, werden zu einer Kategorie zusammen gelegt. ( Gilt nur zur EM )
  5. Es gab den Antrag, die EM über mehrere Läufe auszutragen. Das wurde einstimmig abgelehnt, da es den Gedanken der EM nicht erfüllt.
  6. Die Renndurchführung der EC Läufe bleibt bei der bestehenden Wertung. Gedanke war, aus den Platzierungen der Tage das Ergebnis zu erstellen.
  7. Eine Zeitverpflichtung zum Veröffentlichen der Rennergebnisse wurde abgelehnt. Aus Gründen der Mitarbeit der Veranstalter sowie auch der Tatsache geschuldet, dass Alle in der FISD Mitwirkenden auch noch ein wichtigeres Leben wie unseren Rennsport haben, ist es unverhältnismässig.
  8. Kontrolle der Fahrzeuggewichte: in Viu wird Italien eine Waage vorstellen, die es ermöglicht, auf nicht ganz geradem Untergrung die Messungen durchzuführen. Die FISD wird nach der Begutachtung und einer Modifikation ein solches System in Auftrag geben. Diese Waage wird zu den EM Rennen dann vor Ort sein. Es wird im Rennbetrieb dann nur über eine Rot-/ Grünanzeige mitgeteilt, ob die Gewichtsgrenzen eingehalten sind. Dabei gibt es die Kulanz von 2% nicht mehr.
  9. In den Klassen C1 - C3 ist eine Disqualifikation bei Gewichtsüberschreitung abgelehnt worden. Es wird in höhere Klasse gruppiert.
  10. Im Reglement wird die Erweiterung der Vorgaben und Vorschriften der Vorstartregelung für alle Fahrer veröffentlicht.
  11. Die festgelegte Startreihenfolge wird von Beginn des Rennens nicht mehr verändert und strickt eingehalten. Auch Wetterveränderungen nehmen keinen Einfluss mehr. Der Rennleiter, welcher Mitglied des örtlichen Veranstalters ist, ist einzig und allein befugt das Rennen abzubrechen. Es darf auf ihn seitens der Fahrer sowie der FISD kein Einfluss genommen werden.
  12. Der Zustand sowie die Passung der Rennausrüstung liegt allein in der Verantwortung der Aktiven oder deren gesetzlichen Vertreter. Es ist mehrfach aufgefallen, dass Helme, Nackenschutz oder Handschuhe verwendet werden die in Größe und Sitz nicht auf den Träger abgestimmt sind.
  13. In dr C1 und C2 sind Fahrzeuglängen von 2,50m zugelassen.
  14. Die Sitzausführung in C1-C4 sind im Wagenbaurecht definiert.
  15. In der Klasse C5 sind 105 statt 100 kg zugelassen.
  16. Die beantragten Änderungen in C6 in Bezug auf Gewicht, Länge und Höhe sind abgelehnt worden. Da es auch noch Änderungen bezüglich der Materialwahl für die Überrollbügel gibt, wurde die Testphase bis auf 2020 verlängert. Es ist also bis 2020 möglich, mit einem herkömmlichen Fahrzeug zu starten.
  17. Einer Gewichtserhöhung in C7 auf 85 kg wurde nicht statt gegeben.
  18. Die Einführung von 5 Punkt Gurten in C2-C4 wurde abgelehnt.
  19. In den Klassen C8-C9 wurde das Tragen eines Rippenprotektors verpflichtend eingeführt.
  20. Die Änderung der Sitzschalen in den Karts wurde abgelehnt. Die Karts sind vom Motorsport homologierte Fahrzeuge. Aus dem Rennsport gibt es keine Intensionen in Bezug auf die Sicherheit. Die dargestellten Unfälle basieren alle auf Nichteinhaltung in Punkt 12.
  21. Der Einbau von Akkumulatoren oder größeren Batterien über dessen was in handelsüblichen Geräten verbaut ist, ist weiterhin verboten.
  22. Die an die FISD zu entrichtende Gebühr bei Austragung eines EC Rennen bleibt weiterhin bestehen.
  23. In den Pflichten der Veranstalter wird nicht die Verpflichtung zur Bereitstellung von Strom und Wasser, die Vorlage der Startnummern und die Abnahme der Strecke der Delegierten bei EC Rennen festgeschrieben.



Die festgelegten Gebühren zur EM 2017


Startgebühr für Piloten und Copiloten:                                     40,-€

Reservierung eines Parkplatz ohne Campingnutzung:           10,-€

(muss in der Anmeldung reserviert werden)

Campinggebühr ab dem 13.Lebensjahr:                                   40,-€

                             vom 7.- 12.Lebensjahr:                                   25,-€

                                     bis   7. Lebensjahr:                                     0,-€

Die Anmeldungen verpflichten zum Zahlen der Gebühren zum entsprechenden Termin !!!




Ausgabe der Papiere:


Lizenz und Wagenpässe werden durch Belgien zu folgenden Terminen bei pünktlicher Beantragung an den Delegierten des jeweiligen Landes versendet:


1. Versand:  30.04.2017

2. Versand:  31.05.2017

3. Versand: Ausgabe zur EM


Alles unter der Voraussetzung, dass das Entgelt an den Delegierten überwiesen ist.

Das Ausfüllen der Anträge sowie der Anmeldungen verpflichten zum Kauf.

Alle Dokumente Online bitte vollständig ausfüllen !!!!